Georg Schramm zum Thema "Gewalt an Schulen" | 30.09.2008 |
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Georg Schramm zum Thema "Gewalt an Schulen" | 30.09.2008 |
Hagen Rethers Bildungsoffensive | 30.09.2008 |
Ein schönes Projekt | 29.09.2008 |
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Göttliche Jungs | 03.08.2008 |
Spickmich / Schulradar / Urheberrecht | 29.04.2008 |
Über http://www.spickmich.de war ja in der Presse in letzter Zeit genug zu lesen. Meine persönliche Meinung dazu: Warum sollten sich Lehrer nicht einer persönlichen Kritik an ihrer Person und ihrem Lehrstil stellen? Ich gebe ja gerne zu, dass ich mich im ersten Moment möglicherweise ärgere. Bei weiterem Nachdenken reflektiere ich mein Auftreten jedoch und kann letztendlich von - konstruktiver - Kritik nur profitieren. Ist aber auch nicht alles negativ. Es gibt durchaus positive Kommentare, über die ich mich freuen kann.
Was ich allerdings bedenklich finde, ist die Art und Weise, wie Kommentare und Bewertungen zu Stande kommen. Da habe ich in meiner 8. Klasse einen Schüler vom Jahrgang 1956. An unserer Schule (Hauptschule!) gibt es einen 11. Jahrgang ... Mag ja sein, dass Schüler über das 10. Pflichtschuljahr hinaus eine Schulzeitverlängerung genehmigt bekommen, aber eine 11. Klasse haben wir nicht und ein 51jähriger Schüler in meinem Jahrgang wäre mir aufgefallen. Beide Schüler bewerten mich und unsere Schule. Hallo????
Neulich erhielt ich eine email von http://www.schulradar.de: "Werden Sie zertifizierter Schulbetreuer für Ihre Schule". Gute Idee. Ich klickte auf den Link und kam auf die homepage. Kein Hinweis auf Schulbetreuer - auch nach mehrmaligem Durchsuchen der Seiten. Gut - ich bin ja nicht mehr 20 und vielleicht schon etwas verblödet ... Also schreibe ich an die angebene Adresse "info@schulradar.de">: "> Exklusiv für Lehrer: Bearbeiten Sie das Schulprofil Ihrer Schule als
> zertifizierter Betreuer.
Und wie werde ich nun "zertifizierter Betreuer"?"
Das war am 21.4.08. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen.
Sei's drum ... Die Jungs (und Mädchen ... ) haben wahrscheinlich viel zu tun. Klausuren, Zwischenprüfung, Examen ...
Was mir viel unangenehmer aufgestößt: Beim Aufrufen unserer Schule erscheint in der Fußzeile ein Lehrerzitat. Wohlgemerkt NUR bei UNSERER Schule!! Und dieses Zitat kann ich ungelesen wörtlich zitieren, denn es ist ein Zitat MEINES eigenen Textes HIER auf blogage. OHNE Urhebervermerk, OHNE Verweis auf die Quelle, aber MIT dem Hinweis "Alle Zitate sind urheberrechtlich geschützt. © schulradar.de".
Leute - da drüber kriege ich Pickel!! Und graue Haare!!! Ich könnte kotzen!!! Ich packe alle Ergebnisse des schönen heutigen workshops "Stereotype und Vorurteile" in einen Sack und verbrenne sie!
Ich bemühe mich, meinen Schülern Werte zu vermitteln, Respekt vor Recht und Ordnung, vor einer Demokratie, in der man sich unter Umständen dem Votum der Mehrheit zu fügen hat. Ich investiere Energie und Idealismus, stelle meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinten an, stecke Alltagsfrust weg und motiviere mich jeden Tag neu ... Nur um festzustellen, dass eine Hand voll junger Leute - die zudem in der Lage sind ein erfolgreiches Portal zu programmieren und zu vermarkten, nicht einmal die Grundzüge eines ethisch vertretbaren Geschäftsgebahrens verstanden haben ?????
Auch das könnte ich ja noch mit einem Achselzucken wegpacken. Wo die Schmerzgrenze wirklich erreicht ist, ist hier: Es zeugt nicht von außergewöhnlicher Intelligenz und Einfallsreichtum, meine Identität hier im web aufzudecken. Das schafft jeder halbwegs gescheite google-Nutzer mit wenigen Schlagwörtern. Trotzdem hat es guten einen Grund, warum ich mich hier nicht namentlich oute. Ich bin Landesbeamte. Als solche lasse ich mir zwar nicht den Mund verbieten, bin aber auch nicht sonderlich epicht darauf, Diskussionen mit meiner Dienststelle und meinen Vorgesetzen herauf zu beschwören. Erstens kosten diese viel Zeit und Energie, zweitens habe ich zwei Söhne, die mir viel bedeuten und deren Ausbildung noch finanziert werden muss. Insofern bin ich auf mein Gehalt angewiesen.
Also bitte ... Auch ohne mobbing und eigennützige Fingerzeige haben blogger hier zu Lande genug Probleme. ICH komme auch ohne blog gut klar. Aber IHR könnt vielleicht den ein oder anderen Denkanstoß mitnehmen.
Soll ich diesen blog zur eigenen Sicherheit lieber löschen? Soll ich mich wegen eines Zitates mit einer Hand voll 20jähriger vor Gericht streiten? Sagt mir eure Meinung, bitte.
Sexueller Übergriff oder mobbing | 06.11.2007 |
Unser heutiger Elternsprechtag wurde von einem „furiosen“ Auftritt geprägt.
Zur bestbesuchten Zeit gegen 18 Uhr fliegt die Mutter einer meiner Schülerinnen ins Büro der Schulleitung ein. Herr X belästige bereits seit einiger Zeit ihre Tochter im Sportunterricht, indem er ihr auf Gesäß und Brüste starre. Ihre Tochter weigere sich, weiter am Unterricht teilzunehmen. Sie verlange ein sofortiges Einschreiten und rechtliche Konsequenzen.
Der Bitte unserer Schulleiterin, diese Vorwürfe doch zunächst mit dem betroffenen Kollegen zu erörtern, folgt sie unverzüglich, indem sie diesen in seinem Klassenraum aufsucht. Hier kommt es zu einer lautstarken Auseinandersetzung, in der Kollege X wenig taktisch fragt, wohin er beim anzüglichen Outfit der Mädchen denn sonst schauen solle. Frau D. sieht hierin ihre Vorwürfe bestätigt und droht - zurück im Büro der Schulleitung - mit sofortiger Anzeige.
Ein herbeigerufener Kollege – seinerzeit Klassenlehrer der Mutter – kann die Situation soweit entschärfen, dass ein Gesprächstermin mit allen Beteiligten am folgenden Morgen vereinbart werden kann.
Ich – außer Hörweite im 2. Stock des Hauptgebäudes im Elterngespräch - erfahre von diesem Vorfall durch unseren Schulsozialarbeiter, der sich unverzüglich daran macht, die Hintergründe zu recherchieren.
Fakt ist
- in unserem round-table-Gespräch am vergangenen Montag wurden ähnliche Vorwürfe auch von anderen Schülern erhoben,
- meine Schülerinnen sitzen mittlerweile mehrheitlich während des Sportunterrichts auf der Bank, weil sie „ihre Sportsachen vergessen“ haben oder aus anderen Gründen unpässlich sind,
- die Fehlquote der Mädchen ist montags – wenn Sport auf dem Stundenplan steht – signifikant höher als an anderen Tagen,
- eine weitere Mutter berichtet, ohne von dem Vorfall zu wissen, ihre Tochter weigere sich, sich für den Sportunterricht umzuziehen, da Kollege X mehrfach im Umkleideraum der Mädchen aufgetaucht sei.
Tatsache ist aber auch, dass
- zwischen Herrn X und meiner Klasse bereits seit dem letzten Schuljahr offener Krieg herrscht,
- unsere Schülerinnen sich begeistert in Geschichten hineinsteigern (siehe Massenhysterie zu Halloween wegen vagabundierender Geister im Schulgebäude),
- sich schwer nachweisen lässt, ob Herr X lüstern gafft oder lediglich seiner Aufsichtspflicht nachkommt,
- Herr X’s Aussage im Zweifelsfall gegen die von 24 Halbwüchsigen steht, die – solange sie zusammen halten – behaupten können, was sie wollen.
Meiner Meinung nach wäre die verfahrene Situation am einfachsten durch einen Lehrerwechsel zu lösen. Die Frage ist nur, ob Schüler und Eltern dies als Schuldgeständnis werten würden, ob ein Kollege oder eine Kollegin zum Tausch bereit ist, ob der Stundenplan einen Tausch zulässt …
Falls es sich um einen Fall von mobbing handelt, sollten die Schüler nicht durch einen Erfolg in ihrem Verhalten bestätigt werden.
Müssen die Mädchen lernen, wohlwollende männliche Blicke nicht als Belästigung, sondern als Kompliment zu interpretieren?
Wie sieht ein Blick aus, der sexuell belästigt?
Wie kann sich ein Lehrer gegen zweifelhafte Vorwürfe zur Wehr setzen? Muss er seine Unschuld beweisen?
Um 21 Uhr bin ich endlich zu Hause. Es war ein langer Tag ...
siehe auch:
http://www.ag.ch/gewaltpraevention/de/pub/orientierungshilfen...
http://lbsneu.schule-bw.de/unterricht/paedagogik/gewaltpraeve...
Weg mit der Hauptschule!!! | 02.11.2007 |
Rheinland-Pfalz schafft die Hauptschule ab. In NRW will davon niemand etwas wissen. "Mit der Abschaffung wird kein einziges Problem gelöst", behauptet der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. "Eine Abschaffung wäre kontraproduktiv," meint ein Sprecher der Handwerkskammer Düsseldorf. "In Nordrhein-Westfalen gibt es das unumschränkte Bekenntnis zur Hauptschule," stellt NRW-Schulministerin Barbara Sommer klar. (http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Aktuelles/Hauptschule/i...)
Wenn die Damen und Herren ehrlich wären, würden sie sagen: „Sperrt um Himmels willen die Hauptschüler weg. Mit denen wollen wir hier (an der Realschule, am Gymnasium, an der Gesamtschule) nichts zu tun haben.“ Auch nicht in Form einer Gemeinschaftsschule, bitte!! „Schützt unsere mit viel Liebe und Mühe aufgezogenen, intelligenten, sensiblen Kinder vor den Hauptschülern. Die sind gewalttätig, schlecht erzogen, dumm und kriminell, geben unseren Kindern ein schlechtes Beispiel und ziehen den Notendurchschnitt runter.“ "Die anderen Schulformen brauchen das System Hauptschule," lässt sich Karlheinz Kießler, kommissarischer Leiter der Fritz-Henkel-Schule in Düsseldorf, zitieren. Als Auffangbecken, möchte man da ergänzen, für Kinder, die sich nicht reibungslos ins System einpassen lassen. Für Kinder mit Sprachproblemen, Aufmerksamkeitsdefiziten, mangelnder Unterstützung im Elternhaus. Für Schüler, die Widerworte geben, sich nicht an die Regeln halten, frustriert sind.
Der Unterricht an den Hauptschulen soll weiter verbessert werden, damit jeder Schulabgänger einen Ausbildungsplatz finden kann. Das ist Frau Sommers Plan. Sie wehrt sich gegen den Begriff der "Restschule". "Das hat was mit "Restmenschen" zu tun, und die gibt es nicht." Wirklich nicht?? Tatsache ist doch, dass unser Schulsystem von oben nach unten sehr gut durchlässig ist. Regelmäßig müssen wir neue Klassen aus Rückläufern bilden, die nach der 5., 6. oder 7. Klasse vom Gymnasium, der Real- oder Gesamtschule zu uns wechseln. Den umgekehrten Weg schafft kaum einer. Auf der anderen Seite haben wir größte Probleme, Schüler, die wir auf Grund schwerwiegender Probleme nicht adäquat unterstützen können, an Förderschulen unterzubringen. Unendlicher Papierkrieg, ewig lange Verwaltungswege, kein Platz in der Klasse … So bleibt "die Hauptschule - trotz aller Bemühungen - für die meisten Schüler eine Bildungssackgasse", bestätigt Sylvia Löhrmann, Fraktionsvorsitzende der NRW-Grünen.
„Die Situation an der Hauptschule wird schwieriger, weil ihnen alles zugemutet wird, was sich andere Schulen nicht mehr zumuten wollen,“ nimmt auch Regina van Dinther, Landtagspräsidentin und CDU-Abgeordnete, die Hauptschulen in Schutz. Ihr Vorschlag: „Die Eingangsklassen der weiterführenden Schulen müssen besser durchmischt, die Lerngruppen an Schulen mit hohem Ausländeranteil verkleinert werden.“ Doch einer grundlegend anderen Schulorganisation widerspricht ausgerechnet Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Diese Vorschläge seien "töricht". (http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehung/brennpu...)
Stattdessen sieht das neue Schulgesetz unter anderem die Aufhebung der Grundschulbezirke vor. So können besser situierte Eltern ihre Sprösslinge auf Grundschulen mit besonders gutem Ruf schicken, während Schüler z.B. aus Migrantenfamilien sich in „Ghettoschulen“ im Wohnbezirk konzentrieren. (siehe auch Hannelore Kraft: „Das neue Schulgesetz lehne ich ab“, http://www.wdr.de/radio/schulportal2007/schulwelt_hautnah/arc...)
Tatsache ist jedoch, dass PISA-Spitzenleistungen in Ländern mit Gemeinschaftsschulen erbracht werden. Das dreigliedrige Schulsystem, das wir uns leisten, ist ein Anachronismus aus Zeiten, in denen nationales, elitäres Denken die Entscheidungen bestimmte. Laut Ernst Rösner, seines Zeichens Dortmunder Bildungsforscher, lässt sich belegen, dass bei gleicher sozialer Herkunft und mit identischen Kompetenzen sich Kinder auf der Hauptschule viel schlechter als auf dem Gymnasium entwickeln. (http://www.wdr.de/radio/schulportal2007/schulwelt_hautnah/arc...)
Was das Lernen angeht, gibt es keine Argumente für die Hauptschulen. Differenziert werden kann an Gemeinschaftsschulen, in denen alle Schüler unter einem Dach lernen, viel besser - und billiger außerdem. Aber was ist mit Leistungsverweigerung, Disziplinlosigkeit oder Gewalt? Wo Regelverstöße der Normalfall sind, fehlen gute Beispiele. Es gibt keine Handlungsalternativen, an denen Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen sich orientieren könnten. Die schwachen Leistungen der „guten“ Schüler setzen die Maßstäbe. Es ist „unnormal“ ständig seine Hausaufgaben zu machen. Der Frust über die Verhältnisse zu Hause wird an Schwächeren abreagiert. Der Ton ist laut und aggressiv. Schüler und Lehrer fühlen sich unwohl. Die Schule wird zur Horrorvision, der Lehrer zum Feindbild. Die Spirale dreht sich abwärts. Aber was erwarten wir denn, wenn wir sämtliche Problemfälle auf kleinstem Raum konzentrieren? Sie potenzieren sich und entladen sich in Exzessen. DAS ist normal.
Mit der Abschaffung der Hauptschule wird kein einziges Problem gelöst? Stimmt, die Hauptschule IST das Problem! UNSER Problem. Nicht das der Politiker, nicht das der Studien- und Oberstudienräte, der Realschul- und Förderschullehrer, sondern das Problem der Hauptschullehrer und ihrer Schüler. Und das soll es auch bleiben – zumindest in Nordrhein-Westfalen.
But - time is on my side …. Ernst Rösner: „Die Geburtenzahlen sinken, es stehen immer weniger Schüler zur Verteilung an. Erfahrungsgemäß senken Gymnasien in solchen Zeiten ihre Aufnahmestandards, um ihre Schülerzahl konstant zu halten. Da bleibt für die Hauptschulen nichts mehr übrig. Es ist ja heute schon so, dass von den knapp 720 Hauptschulen in NRW über 500 die eigentlich erforderliche Schülerzahl von 48 Schülern in der 5. Jahrgangsstufe nicht mehr zustande bringen. Bei den 17 Hauptschulen in Dortmund liegt der Durchschnitt bei nur 29 Schülern.“ Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis unser dreigliedriges Schulsystem ausstirbt. Warum jetzt noch daran herumdoktern?
Ein Stuhl fliegt aus dem Fenster | 25.10.2007 |
Liebe Kollegin, 11.10.
ich weiß mir in deiner Klasse bald keinen Rat mehr. Ich habe heute ein Rätsel (s.Rückseite) aufgegeben. Es sollte in Partnerarbeit gelöst werden, die Lösungen sollten nicht durch die Klasse gerufen werden. Ich habe schließlich für alle anwesenden Schüler eine 5 eingetragen, weil sie nicht in der Lage waren, sich daran zu halten. Das ist mir so noch nicht passiert.
Das kann doch nicht nur an der 6. Stunde liegen!?
Gruß
H.
s.a. Klassenbucheinträge
Der Brief deckt sich mit Beschwerden weiterer Kollegen, die sich über Respektlosigkeit, Leistungsverweigerung, Unruhe und Aggressivität beschweren.
Nachdem Appelle an der Verstand, Ermahnungen und Elternbriefe nicht fruchten, opfere ich heute eine Stunde für ein - wie ich meine - recht konstruktives Gespräch mit knapp der Hälfte der Klasse.
Wir verbleiben wie folgt: Die Klasse wählt 6 Vertreter aus ihren Reihen für ein round-table-Gespräch mit den Lehrern am kommenden Montag. Hier sollen gegenseitige Vorwürfe zur Sprache gebracht und nach Lösungen gesucht werden. Das Gespräch soll am kommenden Montag stattfinden.
Das war in der 3. Stunde.
Nach der 6. Stunde passt mich Kollegin H. ab und drückt mir nach einigen erschütternden Erklärungen folgenden Bericht in die Hand.
Ich bin zu spät zur 6. Stunde gekommen, weil ich noch mit Frau S. ein Gespräch hatte. In dieser Zeit ist in der Klasse ganz offensichtlich das Chaos ausgebrochen. Stühle und Tische wurden umgeworfen, und ein Stuhl ist aus dem Fenster geworfen worden. Als ich um zwanzig vor eins in die Klasse kam, hatten einige Schüler schon aufgeräumt, andere waren nach Hause gegangen.
Anwesend: (12 - Liste), fehlend: (7 - Liste)
Orhan (7e) war offensichtlich auch dabei!
In der Anlage finde ich Berichte der anwesenden Schüler über den Vorfall.
Anmerkungen:
- Die Stunde beginnt um 12.30 Uhr, die Schüler waren also lediglich 10 Minuten unbeaufsichtigt.
- Der Klassenraum liegt im 2. Stock. Vor dem Fenster ist der Hof. Hier befanden sich andere Schüler der Klasse - warum auch immer, sie hätten sich zu dieser Zeit im Klassenraum aufhalten sollen!
- Zu den fehlenden Schülern gehören auch 3 derjenigen, mit denen ich noch in der 3. Stunde gesprochen habe.
Lediglich einer der anwesenden Schüler schreibt in seinem Bericht, er sei während des Chaos in der Klasse gewesen. 3 Schülerinnen haben die Klasse aus Angst verlassen, 3 waren angeblich auf der Toilette, 4 auf dem Hof, 2 auf dem Flur vor der Klasse, 4 waren krank bzw. entschuldigt.
2 Schüler fehlen in beiden Listen. Von ihnen gibt es auch keinen Bericht. Allerdings sind beide noch nie durch Gewalt aufgefallen. Ich glaube also eher, dass sie eingeschüchtert wurden.
Somit bleiben 5 Kandidaten, die für das Theater in die engere Wahl kommen. Können 5 Leute innerhalb von ca. 5 Minuten ein solches Palaver veranstalten????
Also .... Morgen früher aufstehen und bei der Schulleitung zwecks Aufklärung und einzuleitender Ordnungsmaßnahmen vorsprechen. :-(
P.S.:
Ob der Fernseher und der Computer heil geblieben sind? Und was ist mit dem Stuhl? Weiß ich gar nicht ...